Sonntag, 5. Juni 2016

Die Sache mit den Kids, dem Vogel und was der dicke Hintern von Kater Boss damit zu tun hat.

Die Sache mit den Kids, dem Vogel und was der dicke Hintern von Kater Boss mit der Sache zu tun hat. 





Geschichten die das Leben schreibt: 

Es ist Sonntagnachmittag und mein lieber Dieter und ich befinden uns auf dem Heimweg vom Seminar Hotel nach Hause.
Nun habe ich Zeit um einen Blick auf mein Handy zu werfen und wundere mich über die 40 angezeigten Nachrichten in unserer Kiddies Gruppe (Kids plus Partner). 

Da mein lieber Dieter hinter dem Steuer sitzt, habe ich das Vergnügen, ihm die neuesten Nachrichten der Kids vorzulesen. Ich kämpfe beim Lesen mit einigen Lachanfällen und so dauert das Ganze doch ein Weilchen, bis ich mit dem Text durch bin.

Obwohl es eine doch sehr traurige Geschichte ist, die hoffentlich ein gutes Ende nimmt, hat sie durchaus komische Seiten, kommt auf den Blickwinkel drauf an.

Und vielleicht hast du Lust zu erfahren, was der dicke Hintern von Dieters Kater Boss mit der ganzen Geschichte zu tun hat.

Ich bin mir sicher, dass den Katzenfans diese Situationen nur allzu bekannt vorkommt.

Hauptdarsteller:
- Tashina, leicht bis mittelschwer hysterisches Töchterchen 

- Kater Boss, großer Maine Coon Kater mit einem wirklich dicken und schweren Hinterteil 
Kater Boss mit zarten 13 Kilo oder mehr...


- Peaches, leider schnelle, aber geliebte Maine Coon Katze von mir 

Peaches, Jägerin

Brüder Marc Andre, Marvin, Manuel, Mike und Papa Dieter
- Brüder Marvin, Mike und Schwiegertochter Christine 

- Tashina`s Freundin Sabi, wie so oft Retterin in diversen Angelegenheiten.
- Und ein wirklich armer Vogel


Also heute um 10.32 Uhr bei uns zu Hause begann das ganze Drama und hier der Original Chat dazu.
Die orangen Kommentare sind von mir, die kann ich mir nicht verkneifen.

Tashina:
"Die Katzen haben einen Vogel reingebracht, der noch so ein bisschen lebt"
"Was soll ich jetzt machen?"
"HILFEEEE"

Marvin (Sohn Nr. 4):
"Bring ihn um, der leidet sonst nur!!!"
(Marvin, bist Du rabiat!)

Tashina:
"Ich kann doch kein Tier umbringen, ich töte nicht mal ne Mücke wenn sie mich beißt"
"Der quält sich halt nur noch und schlägt ab und zu mit den Flügeln"
(Stimmt, Tashina lässt sogar jeden blöden Moskito und jede Zecke am Leben und würde niemals ein Tier töten oder essen)

Marvin (immer noch Sohn 4)
"Das ist natürlich blöd. Weil wenn er verletzt ist, leidet er bis er von alleine stirbt. Oder bring ihn raus und hoffe, dass er überlebt.

Tashina:
"Aber ich will den nicht anfassen, weil der flattert die ganze Zeit und die Katzen bewachen den"
(blöde Situation, wirklich!)

Marvin:
"Handschuhe anziehen, also Skihandschuhe"

Tashina:
"Ich kann das nicht"
"Boss hat sich gerade auf ihn drauf gesetzt, ich glaube der ist jetzt tot!"
(ok, hier habe ich einen massiven Lachanfall bekommen - und ja, ich schäme mich dafür.)

Marvin:
"Darauf gesetzt?!?" 

Tashina:
"Ich habe versucht, ihn da weg zu kriegen, aber es war zu spät"
...
"Nein, der lebt doch noch!"
"Was mache ich jetzt?"
"Den kann man nicht mehr retten, der ist total zerstört" 

Mike: (Sohn Nummer 1) übernimmt nun:
"Dann nimm wenigstens eine Schaufel und setze ihn raus ins Freie, dass er in Freiheit stirbt"

Tashina:
"Ja, ne draußen sind ja die Katzen, die hab ich gerade raus geschmissen, weil die sonst nur noch mehr mit dem Vogel spielen."

Mike:
"Die brutale Wahrheit ist, dass die den Vogel wenigstens tot spielen und er auf zwar grausame aber natürliche Weise erlöst wird.

Tashina:
"Ja und was soll ich jetzt machen? Die etwa wieder rein lassen?"

Christine (Frau von Mike und wunderbare Schwiegertochter):
"Entweder lass ihn raus oder pack ihn ein und fahre zum Tierarzt"

Mike:
Nimmst Du eine Schaufel, schiebst die unter den Vogel und damit transportierst Du ihn vor die Tür"

Tashina:
"Ja, aber 1.weiß ich nicht wo Schaufeln sind und 2. sind die Katzen draußen."
(Wie, du weißt nicht wo die Schaufeln sind? Im Kühlschrank vielleicht? So viele Möglichkeiten gibt`s ja nicht?  )

Marvin:
"Stimmt, der Tierarzt erlöst ihn dann"

Mike:
"Dann lass dir was einfallen, was du unter das Tier schieben kannst"
(Könnte es sein, dass du in diesem Moment leicht die Augen verdreht hast? )

Tashina:
"Ja, und wie krieg ich den in mein Auto? Und außerdem kostet das was"
"Oh Gott, ich hasse die Katzen gerade so" 

Mike:
Dann lass ihn einfach sitzen, die Natur erledigt den Rest. Und die Katzen machen nur ihren Job"
(Ja, man folge den dezenten Blutspuren und vielleicht landet er unter einem Schrank, bis ein leichter Verwesungsgeruch in der Luft liegt??? Was ist denn das für ein Vorschlag?! )

Christine:
Hamster Notfall Spritze sind 20 Euro. Dann packe ihn in einen Karton" (kluge Christine!)

Tashina:
"Ich packs irgendwie nicht, den anzufassen, weil der so komplett zerrupft ist"
"Ich krieg den nicht auf die Schaufel drauf"
(Armes Töchterchen, vermutlich schon völlig aufgelöst) 

Mike:
Wie ist der Status?"

Tashina:
"Meine Freundin ist rüber gekommen und hat ihn raus gebracht" 

Mike:
"Sehr gut"

Tashina:
"Die will Ärztin werden, da konnte sie sich gleich drum kümmern"
"Und ihr Dad ist Metzger, die ist des gewöhnt" 
(Aber doch keine Tierärztin...)

Mike:
"Sehr gut"

Mike:
"Also will sie Orthopädin oder chirurgische Ärztin werden?"
(was spielt das denn für eine Rolle? Soll sie einen Gips anlegen oder den armen Vogel zusammen nähen?!?)

Tashina:
"Ja, die will echt Chirurgin werden" 
(Ja, Sabi hat Dir schon öfters mal den Hintern gerettet...)



Klar, dass Dieter und ich, plus Bruder Marc Andre, auch Aschi genannt und gleichzeitig Sohn Nummer 2 ist, gleich nach dem Vogel geschaut haben. Der hat sogar noch gelebt und sich leider so tief in die Büsche vergraben, dass wir nicht mehr an ihn ran gekommen sind, um ihn zum Tierarzt zu bringen.

Peches hat natürlich Hausarrest, damit sie ihn in Ruhe lässt und liegt schnurrend neben mir, um sich von den Kreischattacken von Tashina zu erholen.
Und Boss hat das sowieso schon längst vergessen. Denn um an den Vogel zu kommen, müsste er sich bewegen und das liegt so gar nicht in seiner Natur, er sitzt lieber, denn seine Waffe ist der Hintern..., den er in "schockschwerer Not" zu gebrauchen weis.

Natürlich hoffen wir, dass sich der Vogel wieder erholt, der Arme!
Gut, dass es nicht so oft geschieht, denn es ist wirklich ein Drama und tatsächlich ganz schön traurig , ganz besonders für Tashina und den armen Vogel natürlich!

Ein Hoch auf die Familie, die in kleineren und größeren Angelegenheiten ratgebend zur Seite steht! 

Eine schöne Zeit und herzlichste Grüße bis zum nächsten Post oder Seminar, 


Petra







Kommentare:

Shina Sykes hat gesagt…

Mutter, ich bin nicht hysterisch, ich will nur kein Tier sterben sehen oder SELBST UMBRINGEN, ich glaube das ist verständlich, manchmal denk ich, meine Brüder kennen mich gar nicht, bei solchen rabiaten Vorschlägen ... :D

Hörner Dieter M. hat gesagt…

Ich liebe meine Familie, und die wunderbare Art wie meine Petra schreibt. Ich schaue morgen früh gleich in den Busch nach dem Vögelchen, versprochen. PapaDieter